Wir nehmen jeden Tag ein Stück Boden zu uns

Böden sind die Grundlage für unsere Lebensmittelproduktion und damit der wichtigste Produktionsfaktor in der Landwirtschaft. Sie versorgen die Pflanzen mit Nährstoffen und Wasser. In jeder Kartoffel, jedem Brot aber auch in jedem Schnitzel stecken Nährstoffe aus dem Boden. Böden bilden weltweit die Grundlage für über 90% der produzierten Nahrung.

Böden erfüllen dazu eine Reihe anderer wichtiger Funktionen:

a. Sie filtern Regenwasser und schaffen so neues, sauberes Trinkwasser.

b. Sie regulieren das Klima, denn sie sind nach den Ozeanen der größte Kohlenstoffspeicher der Erde.

c. Sie spiegeln eine unglaubliche Artenvielfalt wider. In einer Handvoll Erde leben mehr Organismen als Menschen auf unserem Planeten. Zwei Drittel aller Arten der Welt leben versteckt unter der Erdoberfläche.

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Zwei Entwicklungen gefährden Böden:

1. Sinkende Bodenqualität: Die Methoden der konventionell industriellen Landwirtschaft tragen eine Mitverantwortung zum Verlust von fruchtbaren Böden. Bodendruck, Pflanzenschutzmittel und Dünger wirken sich negativ auf das Bodengefüge und die Lebewesen aus.

2. Wachstum: Während der Bedarf an landwirtschaftlichen Produkten für eine auf 9 Milliarden wachsende Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 stetig zunimmt, gehen landwirtschaftliche Nutzflächen durch Wüstenbildung, Versalzung und Degradierung verloren.

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Jahrelange Ertragssteigerungen durch sogenannte „moderne“ Techniken wie Hochleistungs-Saatgut, Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel und Monokulturen führen zu einem Rückgang des Humus-Gehaltes der Böden. Dadurch sinkt der Lebensraum der Organismen, die für eine Auflockerung der Böden sorgen. Die Bodenstruktur verfällt. Noch „modernere“ Technik soll dies verhindern, was zu einem noch größeren Humus-Abbau führt. Wie tragisch das ist, verdeutlicht diese Zahl: um 10 cm gesunden Humus aufzubauen, braucht es ca. 2.000 Jahre.

Wie wollen wir das ändern?

followfood fordert eine konsequente Abkehr vom aktuell vorherrschenden System der Agrar-Industrie. Nur eine ökologische Landwirtschaft kann eine ausreichende und dauerhafte Versorgung mit gesunden Lebensmitteln für die gesamte Weltbevölkerung garantieren. Kerngedanke des ökologischen Landbaus ist der behutsame, nachhaltige Umgang mit Natur, Tieren und Pflanzen. Ob biologisch-dynamisch, organisch-biologisch oder regenerativ: Bio-Landbau und ökologische Lebensmittelproduktion stehen für eindeutige, transparente Regeln zu Herkunft, Erzeugung und Verarbeitung der Lebensmittel sowie für die natürliche Regeneration unserer Ressourcen.

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All unsere landwirtschaftlichen Produkte (z.B. Gemüse, Zutaten der Pizza, Trauben für den Wein) stammen aus Formen dieser Landwirtschaft. Je mehr KonsumentInnen diese Lebensmittel wählen, desto mehr stärken sie die Bewegung zur Rettung der Böden. Dazu schmeckt es einfach viel natürlicher.

Die followfood-Bodenretter-Initiative

Die herkömmliche Bio-Landwirtschaft ist ein wichtiger Schritt hin zu besseren Böden. Aber sie ist in unseren Augen nur der Anfang. Deswegen haben wir als wohl erstes Unternehmen überhaupt eine Initiative ins Leben gerufen, die das Ziel hat, Bio weiter zu entwickeln, es noch ökologischer zu machen.

Mit unserer Bodenretter-Initiative unterstützen wir Landwirte, die unsere Ansicht teilen, dass „EU-Bio“ nur der Anfang ist und wir gemeinsam die Landwirtschaft noch ökologischer gestalten müssen. Hierzu leiten wir zwischen 5 und 50 Cent pro verkauftem followfood-Produkt in unseren Bodenretter-Fonds. Der Fonds unterstützt dann Bio-Landwirte auf ihrem Weg, hin zu „Bio PLUS“ Landwirten. Unser Ziel: eine regenerative Landwirtschaft und damit dauerhaft kerngesunde Böden.