11.03.2021 Pressemitteilung

Biomarke geht langfristige Kooperation mit Partnerhof ein, um regenerative Landwirtschaft nach vorne zu bringen/Gut & Bösel erhält 250 000 Euro für drei Jahre/Vorreiterhof für innovative Konzepte im Agrarbereich.

followfood, der nachhaltige Lebensmittelpionier vom Bodensee und Erfinder des Tracking-Codes zur Offenlegung von Lieferwegen, Produzenten und der Ökobilanz der jeweiligen Produkte, geht mit dem Landwirtschaftsbetrieb Gut & Bösel in Alt Madlitz eine langfristige Partnerschaft ein. Mit Geldern aus der Anfang 2019 ins Leben gerufenen Bodenretter-Initiative will followfood regenerative Landwirtschaft fördern. Für 2020 erhielt der Hof in Brandenburg 50 000 Euro Fördergelder, in 2021 werden es sogar 100 000 Euro. Das Geld stammt aus Verkaufserlösen der zahlreichen followfood-Produkte. Pro verkaufte Packung fließen 5 Cent in die Bodenretter-Initiative. Der Landwirtschafts- und Forstbetrieb Gut & Bösel hat sich bereits als Vorreiter für innovative Agrarkonzepte in Deutschland einen Namen gemacht.
Knapp zwei Jahre nach Gründung der Bodenretter-Initiative gibt followfood nun bekannt, wie die Gelder konkret verwendet werden. Das Unternehmen hat sich zu einer langfristigen Kooperation mit Gut & Bösel in Alt Madlitz verpflichtet. Gut & Bösel gilt in Deutschland als führender Hof für multifunktionale Landwirtschaftskonzepte, die über ökologische Landwirtschaft hinausgehen. Die Idee des Teams um Geschäftsführer Benedikt Bösel ist es, Nährstoffkreisläufe zu schließen und Biodiversität aufzubauen, um Wertschöpfung im ländlichen Raum zu schaffen und hochwertige Nahrungsmittel zu produzieren. Dafür nutzt Gut & Bösel regenerative Methoden wie ganzheitliches Weidemanagement, Agroforst und syntropische Landwirtschaft.
Beim ganzheitlichen Weidemanagement wandern Rinder über ein routierendes System über die Äcker. Dort fressen sie nur jeweils die Pflanzenspitzen. Die Pflanzen reagieren darauf mit Wachstumsimpulsen, so werden Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität angeregt. Bei der Agroforst-Methode werden Bäume auf Feldern integriert und helfen durch ihr Mikroklima, dass Böden sich regenerieren können. Die syntropische Landwirtschaft basiert auf einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Pflanzen und Organismen in Mischkulturen und bildet damit das Gegenstück zu den vorherrschenden Monokulturen. Die syntropische Landwirtschaft verzichtet auf extern zugefügten Dünger, Pestizide und Insektizide und ist damit 100% organisch.
In 2020 förderte followfood den Hof in Brandenburg mit 50 000 Euro. 2021 und 2022 sollen es mindestens 100 000 Euro sein. Damit fließt ein erheblicher Anteil der Gelder aus der Bodenretter-Initiative an Gut & Bösel.
„Wir haben lange nach dem richtigen Projekt für die Bodenretter-Gelder gesucht. Mit der Entscheidung für das visionäre Konzept von Gut & Bösel können wir in größerem Stil nachhaltige Landwirtschaftsmethoden jenseits von EU-Bio fördern und umsetzen. Denn wir wollen bei der Bodenrettung ebenso viel erreichen wie beim Meeresschutz“, kommentiert Jürg Knoll, Geschäftsführer bei followfood.
„Regenerative Landwirtschaft ist ein echtes Herzensprojekt für uns. Wir können gegenseitig viel voneinander lernen und zusammen einen echten Unterschied zur herkömmlichen Landwirtschaft erreichen. Unser Ziel ist es damit zu zeigen, dass es anders gehen kann und wir Klima- und Umweltprobleme lösen können. Dafür braucht es Vorreiterprojekte“, sagt Julius Palm, Director Sustainability & Innovations bei followfood.
„Wir sind davon überzeugt, dass die Unvorhersehbarkeit der Zukunft nur durch gesunde Ökosysteme abgefangen werden können. Das bedeutet nichts anderes als ein Systemwandel. Umso wichtiger ist es für uns, mit einem starken und glaubwürdigen Partner wie followfood unsere Vision von beyond farming vorantreiben zu können. Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft“, konstatiert Benedikt Bösel, Geschäftsführer und Landwirt von Gut & Bösel.

Für 2020 rechnet followfood mit einem Gesamtumsatz von über 70 Mio. Euro. Seit Anfang dieses Jahres ist die Biomarke komplett klimaneutral gestellt. Dies umfasst sämtliche Produkte sowie die Verwaltung und alle Transportwege.