Unsere Lösung: Vermeidung und Kompensation

Wir möchten das Klima retten, indem wir damit beginnen schrittweise alle klimaschädlichen Technologien und Prozessen zu vermeiden, wo immer es möglich sein wird. Parallel tätigen wir Investitionen in Baumpflanzprojekte, zur langfristigen Bindung des CO2 in der Atmosphäre und investieren in Nachhaltigkeitsprojekte, zur kurzfristigen Vermeidung von Emissionen.

Gemeinsam dient es dazu, der Entstehung von Klimagasen entgegenwirken.

 

Unsere Pizza wird aus 100% grünem Strom hergestellt. (Foto: Mariana Proenca)

Vermeidung

Durch Berechnungen von myclimate Deutschland wissen wir, dass durch unsere wirtschaftliche Tätigkeit jährlich ca. 20 000 Tonnen CO2e anfallen. Und zwar durch die vollen Lebenszyklen unserer rund 90 Produkte. Hierbei sind die Auswirkungen über die gesamte Wertschöpfung berechnet worden. Also z.B. beim Fang von Fisch, über die Verarbeitung, bis zum Transport. Gerade in der Lieferkette sind wir auf enge Partnerschaften angewiesen, da uns hier sonst der direkte Einfluss fehlen würde.

Konkrete Erfolge bei der Vermeidung klimaschädlicher Technologien bzw. der Installation klimafreundlicher Geschäftsmodelle:

  • Bodenretter Initiative
    Bodenaufbauende Landwirtschaft: Seit 2007 setzen wir zu 100 % auf landwirtschaftliche Produkte aus Bio-Landwirtschaft oder Bio-Aquakultur. Damit unterstützen wir eine Wirtschaftsweise, die es besser als konventionelle Landwirtschaft schafft, CO2 speichernden Humus zu erhalten. Seit 2019 unterstützen wir mit unserem Bodenretter-Fonds Landwirte mit mindestens 70 000,- EUR im Jahr, die Bio weiter entwickeln möchten, hin zu einer Humus aufbauenden Landwirtschaft. Humus-Aufbau bedeutet CO2-Entnahme der Atmosphäre. Klimaschutz vor der eigenen Haustür.

 

  • Pizza aus 100% Ökostrom
    Unsere Pizza wird seit Jahren mit 100 % grünem Strom hergestellt. Einen Großteil davon liefert eine Photovoltaik Anlage auf der Produktionsstätte, der Rest wird als grüner Strom zugekauft.

 

  • Solarprojekt Malediven
    Um Strom nachhaltig auf den Malediven zu produzieren, haben wir ein Projekt initiiert, eine Photovoltaik Anlage auf den Malediven zu installieren.  Damit planen wir ab 2021 jährlich rund 1 Million Liter Diesel einzusparen.

 

  • Keine Verarbeitung aus Kostengründen in fernen Ländern wie China
    Oftmals wird z.B. Kabeljau oder Wildlachs in Norwegen oder USA gefangen und in China verarbeitet, um ihn dann nach Europa zu vermarkten. Wir verzichten ganz bewusst auf diesen kostensparenden Punkt und damit auf Hunderttausende Euro an Ertrag. Grundsätzlich versuchen wir immer dort zu produzieren, wo die Ware gefangen wird.
Wir verzichten konsequent auf innerdeutsche Flüge. (Foto: Marko Mudrinic)

  • Verzicht auf sogenannte „Flugware"
    Oftmals wird Fisch frisch auf Eis aus fernen Ländern eingeflogen, um Zeit zu sparen. Wir handeln nur konservierten oder tiefgefrorenen Fisch, den wir mit Schiffen transportieren.

 

  • Büro mit Ökostrom
    Wir selber beziehen Strom der Elektrizitätswerke Schönau seit 2013. Damit verzichten wir auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe.

 

  • Anti-Flug-Policy
    Wir verzichten bei innerdeutschen Geschäftsreisen auf das Flugzeug.

 

  • Elektro-Fuhrpark
    Unser Fuhrpark ist (Stand Jan 2020) zu 80 % elektrisch, wir laden mit grünem Strom.

 

  • Klimafreundliche Verpackung
    Als Partner von Cradle to Cradle arbeiten wir seit 2017 an einer klimafreundlichen Verpackung und werden als erstes Unternehmen unserer Branche Mitte 2020 eine Cradle to Cradle zertifizierte, nachhaltige Verpackung einführen.

 

  • Keine Vermarktung von Fleischprodukten
    Eine der wirtschaftlich schwerwiegendsten Entscheidungen ist die, komplett auf den Verkauf von Fleischprodukten zu verzichten. Wir wissen, dass aus Klimagesichtspunkten mehr als genug Fleisch gegessen wird. Fleischproduktion ist einer der größten Klimaverursacher überhaupt. Wohl wissend, dass eine Tierhaltung Teil einer nachhaltigen Landwirtschaft sein kann und vielleicht muss, haben wir uns trotzdem dafür entschieden, auf die Vermarktung von Fleisch oder Wurst komplett zu verzichten. Die Zukunft ist vielleicht nicht fleischlos, aber wir sind fest davon überzeugt, dass Fleisch eine weit geringere Bedeutung haben sollte als es das heute hat. Zurück zum Sonntagsbraten. Regional. Ökologisch.
    Hierzu braucht es followfood nicht.
Wiederaufforstung der Wälder eine langfristige CO2 Bindung . Foto: myclimate

Kompensation

Trotz aller Bemühung, ist ein Leben und Arbeiten ohne CO2 Ausstoß aktuell nicht möglich. Daher haben wir uns für die Kompensation der Umwelteinflüsse followfoods und dessen gesamter Lieferkette entschieden.

Wir kennen die Kritik am Modell der Kompensation und die Diskussionen um den Begriff der Klimaneutralität. Es stimmt. Es gibt keine klimaneutralen Produkte. Die Frage jedoch, ob es als moderner Ablasshandel bezeichnet werden kann oder nicht, entscheidet für uns die Haltung mit der wir es machen. Die Tatsache, dass wir all unsere ökologischen Negativeinflüsse kompensieren, bedeutet nicht, dass wir unser Ziel erreicht haben und weiter machen wie bisher. Im Gegenteil. Für uns ist es ein konsequenter Schritt zur Umsetzung unserer Vision eines klimapositiven Unternehmens.

myclimate Deutschland hat sowohl für all unsere Produkte und deren Lieferkette, als auch für unsere Verwaltung Ökobilanzen  erstellt. Um Berechnungs- und Datenfehler oder blinde Flecken auszugleichen, rechnet myclimate mit einem Risikoaufschlag von 15 Prozent. So kompensieren wir mehr als tatsächlich berechnet wurde.

Folgendes Portfolio an Projekten soll den regionalen Unterschieden der Verursachung, als auch dem Spagat aus kurzfristiger Dringlichkeit und langfristiger Stabilisierung gerecht werden:

  • Bäume nachhaltig pflanzen für eine langfristige CO2 Bindung

  • Energieeffiziente Wasserkocher gegen Emissionen und Abholzung

  • Biogasanlagen: für ein klimafreundliches Kochen

Durch Vermeidung und Kompensation ist followfood ab 2021 als ganzes Unternehmen inklusive Lieferkette klimaneutral gestellt. Als vielleicht erste Foodmarke in Deutschland überhaupt.

 

Wir möchten Vorbild und Vorreiter für eine gesunde Zukunft sein. (Foto: Louis Maniquet)